Kiribati muss Bevölkerung umsiedeln
WombatBlog | 17.Mai 2012
Die pazifische Inselnation Kiribati geht unter. Der steigende Meeresspiegel treibt die Bewohner der kleinen Republik dazu, im Nachbarland Fidschi eine neue Heimat zu suchen.
Der steigende Meeresspiegel im Pazifik bedroht die Existenz der kleinen Nation Kiribati. Immer mehr Bewohner des aus 32 tiefliegenden Koralleninseln bestehenden Landes müssen ihre Häuser aufgeben, weil ihnen das Meerwasser buchstäblich ins Wohnzimmer schwappt. Im Süsswasser, das unter einigen der Inseln liegt, steigt der Salzgehalt. Früchte und Gemüse in den Gärten sterben ab, weil die Wurzeln der Pflanzen mit Meerwasser in Kontakt kommen. Einige der Inseln liegen nur wenige Zentimeter über dem Meeresspiegel.
Kauf von Land
Wie der Präsident von Kiribati (ausgesprochen Kiribas), Anote Tong, jüngst bekannt gab, verhandelt er mit der Regierung des Nachbarlandes Fidschi über die Möglichkeit einer Umsiedelung der rund 100 000 Menschen umfassenden Bevölkerung. Laut Tong soll bis 2050 der Großteil der Inseln nicht mehr bewohnbar sein. Er erwägt den Kauf von über 2000 Hektaren Land in Fidschi, wohin die Flüchtlinge aus seiner Heimat angesiedelt werden könnten. Eine Migration nach Fidschi, mit nur 860 000 Einwohnern selbst ein kleiner Staat, würde langsam erfolgen. „Wir wollen nicht, dass auf einen Schlag 100 000 Menschen aus Kiribati umziehen“, so Tong gegenüber den Medien. Als erstes würden ausgebildete Arbeiter umgesiedelt. „Sie müssen Arbeit finden, damit sie von der Bevölkerung als Immigranten akzeptiert und nicht als Flüchtlinge gesehen werden“. Kiribati hat in den letzten Jahren viele junge Bewohner zum Studium an die University of the South Pacific nach Fidschi geschickt, um so den generellen Ausbildungsstand der Bevölkerung zu heben.
Folge des Klimawandels
Die meisten Wissenschaftler sehen in den weltweit steigenden Meeresspiegeln eine Folge des Klimawandels. Nebst Kiribati droht mehreren anderen Pazifiknationen, vom steigenden Wasser teilweise überflutet zu werden – etwa Vanuatu, Niue, Teile der Salomoneninseln und Papua Neuguineas. Tong fordert seit Jahren von der internationalen Gemeinschaft ein Rettungspaket für die betroffenen Länder. Westliche Regierungen haben bisher aber wenig unternommen, um der Herausforderung einer eskalierenden Zahl von „Klimaflüchtlingen“ zu begegnen. Australien, der größte Industriestaat in der Region, der als weltweit führender Kohleexporteur indirekt wesentlich zur globalen Klimaveränderung beiträgt, weigert sich bisher strikt, den Begriff „Klimaflüchtling“ auch nur anzuerkennen. Im letzten Jahr hatte Anote Tong in seiner zunehmend verzweifelten Suche nach einer neuen Heimat für die Menschen von Kiribati vorgeschlagen, im Pazifik riesige künstliche Insel zu bauen, auf die seine Bevölkerung umgesiedelt werden könnte. (Copyright WombatBlog/UW.)
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Australiens viertes Wahrzeichen
WombatBlog | 11.Mai 2012
Kangaroo Island in Südaustralien ist Australiens viertgrößte Insel und eine der faszinierendsten Inseln der Welt. Sie ist siebenmal so groß wie Singapur, und die markante Felsformation „Remarkable Rocks“ auf Kangaroo Island ist das vierte Wahrzeichen Australiens.
Inmitten atemberaubender Natur können Besucher die größte Artenvielfalt Australiens erleben – denn auf Kangaroo Island leben unter anderem Kängurus, Koalas, Wallabys, Seelöwen, Weiterlesen »
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„Big Tobacco“ kämpft ums Überleben
WombatBlog | 19.April 2012
In Australien berät das oberste Gericht ein Gesetz, das Tabakfirmen zu einer strikt generischen Verpackung von Zigaretten zwingen soll. Anwälte der größten Tabakunternehmen der Welt kämpfen um die Zukunft der Industrie.
Ekelerregend. Das Bild auf der Packung Zigaretten, die Justizministerin Nicola Roxon in der Hand hält, stimuliert den Brechreiz. Eine Nahaufnahme eines von Tumoren zerfressenen Mundes. Darüber die Warnung: „Rauchen schädigt ihre Zähne und ihr Zahnfleisch“. Ganz unten auf der Packung in dünner Miniaturschrift auf grauem Grund steht erst der Name der Zigarettenmarke. So soll ab Ende Jahr jedes Tabakprodukt in Australien verkauft werden müssen. Das Parlament hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Die Radikalmaßnahme gilt laut Experten als aggressivste Anti-Raucherkampagne der Welt. Sie ist ein weiterer Schritt der Regierung auf dem Weg zum Ziel, den Tabakgenuss in Australien weitgehend einzuschränken. Schon heute hat der Antipodenstaat einige der wirkungsvollsten Methoden, um der Bevölkerung die Lust aufs Rauchen zu verderben. Nebst Fernsehanzeigen mit Bildern von sezierten Leichen, verstopften Blutgefäßen, blockierten Hirnen von Rauchertoten, und Rauchern, die auf dem Totenbett ihre Reue bekannt geben, geht die Regierung vor allem an den Geldbeutel: rund 13 Euro kostet eine einzige Schachtel Zigaretten. Obwohl jährlich 15 000 Australierinnen und Australier an den Folgen der Sucht sterben, zeigen die Maßnahmen Wirkung: die Zahl der Nikotinsüchtigen geht gemäß Experten zurück. Rauchen wird immer mehr eine Domäne der unteren sozialen Schichten. In einigen armen Familien hungern Kinder, weil ihre Eltern das Geld für Zigaretten ausgeben.
Massiver Druck
Die Tabakindustrie sieht in ihrer Opposition gegen die jüngste Maßnahme einen Kampf ums Überleben. Das sagen Beobachter. Denn Behörden und Regierungen verschiedener Länder evaluieren ähnliche Gesetze und verfolgen mit großem Interesse, wie sich Australien gegen den massiven Druck der Industrie wehrt. Nach einer Öffentlichkeitskampagne gegen das Gesetz haben die Tabakfirmen den Kampf in die Gerichte verlegt. In den letzten Tagen argumentierten ihre Anwälte vor dem Hohen Gericht in Canberra gegen die neuen Gesetze. British American Tobacco, JTI International, Philip Morris, Van Nelle Tabak und Imperial Tobacco – alle grossen Unternehmen waren vor Ort. Mit dem Verbot von Markenzeichen wie dem Kamel von Camel Filter und Markenlogos wie der ikonischen Schrift von Marlboro eigne sich die australische Regierung ohne entsprechende Kompensation die Markennamen der Firmen an, ihr Design, ihre Anwendung. Das sei gemäss australischer Verfassung nicht erlaubt.
„Wertvoller Besitz“
„Big Tobacco“, wie selbst die Regierung die multinationalen Tabakunternehmen nennt, hat die besten und teuersten Juristen Australiens angeheuert, um ihre Position zu verteidigen. Doch schon am ersten Prozesstag hatten die Richter wenig Verständnis für die Position der Industrie gezeigt. „Die Regierung erhält mit dem Gesetz nicht das Recht, ein Markenzeichen zu verwenden“, donnerte einer der Hohen Richter. Laut dem Vertreter von Imperial Tobacco, Bret Walker, ist die Fläche auf einer Zigarettenschachtel „wertvoller Besitz“. Wenn die Regierung diesen Platz nutzen wolle, um die Bevölkerung vor den Gefahren des Rauchens zu warnen, solle sie dafür bezahlen. Justizministerin Nicola Roxon glaubt, den Rechtskampf gegen die Industrie gewinnen zu können. „Wir haben den besten juristischen Rat eingeholt, den es gibt“, meint sie. Danach sei es „rechtmäßig, dass ein Parlament, eine Regierung, die Art und Weise regulieren kann, wie in diesem Land Tabak verkauft wird“. Bis das Gericht ein Urteil fällen wird, dürfte es mehrere Monate dauern, so Justizexperten in Canberra. (Copyright WombatBlog/UW)
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«Berühmtheit ist ein Nebenprodukt»
WombatBlog | 16.April 2012
Als Lotte in Botho Strauss’ «Gross und Klein» tourt Cate Blanchett, ein Hollywoodstar, gerade durch Europa.
In ihrer Heimat hat sie auch als künstlerische Co-Leiterin der Sydney Theatre Company und als Umweltaktivistin einen Namen. Über die grosse Schauspielerin berichtet die Korrespondentin der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Lesen Sie ihren Artikel hier: http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buehne/beruehmtheit-ist-ein-nebenprodukt_1.16391953.html
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“Sondereinheiten gegen Camper”
WombatBlog | 1.April 2012
In Australien will mit Polizei mit Sondereinheiten gegen illegale Camper vorgehen. Das melded die Webseite Reisebine.
Um gegen wildes Camping sowie die illegale Besetzung öffentlicher und privater Räume durch ausländische Backpacker vorzugehen, wagt die australische Regierung nun einen rigorosen Schritt. Mobile Einsatzgruppen der Australian Federal Police (AFP) sollen ab Juli 2012…
mehr: http://www.reisebine.de/News/newsartikel-australien.asp?Code=Polizeiaktion-4012
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